Michael Wolffsohn ist Historiker und
Publizist und lehrt seit 1981 an der Universität der Bundeswehr München Neuere
Geschichte. Von seinem Großvater Karl Wolffsohn, einem Verleger und Kinopionier,
hat er die Gartenstadt Atlantic im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen geerbt und
von 2001 bis 2005 denkmalgerecht saniert.
Die Siedlung wurde von dem Berliner
Architekten Rudolf Fränkel von 1925 bis 1930 errichtet. Der erst 25-jährige
deutsch-jüdische Architekt Fränkel errang 1927 im Wettbewerb "Die beste
Wohnlage", ausgeschrieben vom Deutschen Werkbund, den ersten Preis gegen
weltberühmte Architekten wie Bruno Taut und Mies van der Rohe. Fränkels Entwurf
zählt heute zu den Vorbildern der Avantgarde. Die denkmalgerechte Sanierung der
Gartenstadt Atlantic durch das Berliner Architekturbüro bfstudio-architekten
wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Der Mikrokosmos Gartenstadt Atlantic
umfasst die Gesamtheit von rund 1.200 Mietern und deren Verflechtung mit Kunst,
Kultur, Bildungseinrichtungen und Gewerbe. In diesem Kiez wohnen Menschen
unterschiedlichster Herkunft und Religion in einem friedlichen Miteinander.
Michael Wolffsohn wird uns beim Rundgang das Konzept dieses erfolgreichen
Integrationsprojektes vorstellen.
Im Anschluss an die Besichtigung der
Gartenstadt gibt es um 19:30 Uhr im Restaurant Lichtburg bei einem kleinem
Abendessen (Selbstzahler) noch Gelegenheit mit Michael Wolffsohn und den
Architekten zu diskutieren.
Aus organisatorischen Gründen bitte
ich um Anmeldung unter
angela.schoenberger@t-online.de.
Treffpunkt ist das Lichtburgforum,
Behmstr. 13, 13357 Berlin.
Verkehrsverbindungen: U 8 und
S-Bahn, Station Bahnhof Gesundbrunnen
Parkmöglichkeiten im
Gesundbrunnencenter, geöffnet bis 21 Uhr.