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Auf
ihrer Homepage beschreibt die Einrichtung es so:
„Die
StreetUniverCity Berlin e.V. (SUB)
bietet außerschulische Bildung für Jugendliche von 15-25 Jahren. Als Förderer
für die Akzeptanz der Straßenkultur initiieren und organisieren wir Seminare,
Kurse und Workshops, sowie berufsbegleitende und berufsorientierende Weiterbildungsmaßnahmen.
Unser Angebot umfasst Seminare aus den Bereichen Musik, Politik & Gesellschaft,
Grafik/Design, Straßenkultur, Theater & Schauspiel, Film, IT Media,
Bildende Kunst, Sport und Sprachen sowie internationale Jugendarbeit.“
Dies
könnte sich in ähnlicher Form auch auf der Homepage einer öffentlichen, z.B.
kommunalen Jugendbildungseinrichtung finden.
Worin
liegt aber die Besonderheit?
Zunächst
ist bemerkenswert, dass es sich bei der SUB
um einen Verein handelt, dessen Mitbegründer und Initiator, der Künstler Gio Di
Sera, seit Juni 2007 seine Idee verwirklicht hat, junge Menschen, auch wenn sie
im staatlichen Bildungssystem gescheitert sind, nicht aufzugeben, sondern über
ihre Kultur, die Straßenkultur auf eine Art dritten Bildungsweg zu einem
Abschluss zu führen. Das bedeutet zunächst, die Straßenkultur der jungen
Menschen, häufig solcher mit Migrationshintergrund ernst zu nehmen und zu
akzeptieren. Dazu gehören Urban Dance/HipHop Geschichte ebenso wie Beat Boxing,
aber auch Bildende Kunst, Theater und Modedesign.
Die
Verantwortlichen der SUB haben aber
von Anfang an großen Wert darauf gelegt, die Straßenkultur nicht losgelöst und
isoliert zu betrachten und vertieft zu lehren, sondern daneben
Gesellschaftskunde/Politik und Geschichte zu vermitteln und damit Zusammenhänge
und Ursachen für gesellschaftliche Entwicklungen und Zustände zu ergründen.
Die SUB setzt bei ihren Dozenten dabei auf
Vorbilder und „Respektspersonen“, die sie selbst als SUBporter bezeichnet. Es handelt sich z.B. um professionelle
Medienarbeiter, Künstler und Sportler, aber auch um Unternehmer, die für die
SUB im Wesentlichen ehrenamtlich tätig sind. Sie zeigen, wie es die SUB selbst
ausdrückt, den Jugendlichen in ihrer Sprache und in ihren Codes neue
Möglichkeiten auf und stärken so ihre Eigenverantwortung und ihr
bürgerschaftliches Engagement.
Auch die StreetUniverCity kennt einen
Abschluss: den Street Master.
Wer
alle Pflicht-Lehrveranstaltungen im Semester erfolgreich besucht und die
erforderliche Punktzahl erworben hat, erhält das Abschlusszertifikat „Master of
StreetUniverCity“. Es belegt die erworbenen sozialen und kreativen Kompetenzen.
Das Abschlusszertifikat wird von Förderern und Unternehmen (z.B. Daimler
Financial Services), sowie Vertretern namhafter Institutionen beglaubigt. Es
soll Bewerbungen beigelegt werden und den potentiellen Arbeitgeber/Ausbilder
aussagekräftig über die Fähigkeiten und Interessen der Jugendlichen informieren.
Die Zertifikate dienen als Kompetenznachweise und erhöhen damit die Berufschancen. „Wer den Street Master einfährt macht sich
nicht nur auf der Straße sondern überall zum Überlebensmeister“, wie Thomas
Krüger, der Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung es in einem
Beitrag zum Konzept der SUB auf deren Homepage ausdrückt. Und er fügt hinzu: „Hier
bekommen Arbeitgeber selbstbewusste junge Menschen, die an sich selbst
gearbeitet haben, die rein wollen in die Gesellschaft und das Arbeitsleben und
nicht abseits stehen“.
So nimmt es nicht Wunder, dass die mehrfach mit
Preisen ausgezeichnete SUB nicht nur in der Berliner Gesellschaft
Aufmerksamkeit erregt hat. Bundespräsident Köhler stattete ihr am 16. 3.2009
einen Besuch ab und informierte sich vor Ort über ihre Arbeit.
Der Rotary-Club
Berlin Alexanderplatz zählt zu den Förderern der SUB und hat
verschiedene Anschaffungen, z.B. für das Tonstudio finanziert. Auch in der
Vermittlung von Berufspraktika im Unternehmen des einen oder anderen Mitglieds gibt
es weitere Betätigungsmöglichkeiten.
Pate im Club: Gerd Neubeck

Für
weitere Informationen: www.streetunivercity.de |